Carina Hildbrand und Timo Allemann gewinnen am Europacup in Bratislava Bronze

Dieses Wochenende war der JC Nippon St.Gallen sowohl an nationalen wie auch an internationalen Turnieren vertreten. Während die jüngeren Wettkämpfer am Ranking 1000 in Weinfelden noch auf Punktejagd für die Qualifikation an der Schweizermeisterschaft gingen, standen Carina Hildbrand und Timo Allemann am Europacup in Bratislava auf der Matte.

Der Europacup in der Hauptstadt der Slowakei war dieses Jahr mit 34 Nationen stark besetzt. Für Carina Hildbrand war dies der erste Wettkampf nach einer dreimonatigen Pause. Zuerst trat sie gegen die Dänin Louise Hansen an und geriet zu Beginn des Kampfes in den Rückstand. Sie hatte mit Harai-goshi (Hüftwurf) angegriffen und war von ihrer Kontrahentin überdreht worden. Allerdings glich sie danach die halbe Wertung mit einem O-uchi-gari (Fusswurf) aus und konnte dann mit demselben Wurf noch Ippon (Höchstwertung) erzielen. Im Viertelfinale begegnete sie Agatha Schmidt aus Deutschland, die sie mit Uchi-mata (Fusswurf) und einem anschliessenden Festhaltegriff ebenfalls bezwang. Hildbrand konnte somit als Poolsiegerin in das Halbfinale einziehen, wo die Italienerin Miriam Boi auf sie wartete. Es folgte eine hartumkämpfte Begegnung, die bis in den Goldenscore (Kampfverlängerung) ging. Einige Male war Hildbrand nahe an einer Wertung dran, musste sich aber schlussendlich mit drei Shido (Strafen) geschlagen geben. Somit gelangte die St.Galler Judoka direkt in den Kampf um Bronze gegen Agata Zacheja aus Polen. Auch dieser Kampf blieb bis zum Schluss spannend: War Hildbrand anfangs noch im Vorteil, da ihre Gegnerin bereits zwei Shido hatte, flog sie in der letzten Kampfminute und war somit erneut einen halben Wertungspunkt im Rückstand. Aber auch diesmal konnte sie wieder souverän aufholen und ihre Kontrahentin mit einem Festhaltegriff bezwingen, was ihr die verdiente Bronzemedaille in der Kategorie -63 kg einbrachte.

Auch Timo Allemann meisterte einige harte Kämpfe bis aufs Podest. Mit 61 Athleten war seine Gewichtsklasse -73 kg gut besetzt. Nach einem Freilos trat er zuerst gegen Daniel Mester aus Ungarn an, den er mit einem Waza-ari (halber Punkt) besiegte. Die nächste Begegnung gegen den Österreicher Wachid Borchashvili war zäh und ging bis in den Goldenscore. In der sechsten Kampfminute musste sich der St.Galler Judoka dann mit 3 Shido geschlagen geben und gelangte in den Hoffnungslauf. Dort gewann er schnell gegen Kacper Kaczor aus Polen und danach gegen Hugo Tchorowski aus Frankreich. Mit Ippon besiegte er schliesslich auch den Deutschen Hamsat Isaev und gelangte wie seine Teamkollegin Hildbrand in den Kampf um Bronze. Dieser entscheidende Kampf gegen den Italiener Augusto Meloni lief erneut über die normale Kampfzeit von vier Minuten hinaus, da keiner eine Wertung erzielen konnte. Schlussendlich setzte sich Allemann aber durch und hängte seinem Gegner die dritte Strafe an. Somit beendete auch er das Turnier auf dem guten 3. Rang.

Ebenfalls am Europacup anwesend war Manuela Peter-Stuppan, die vor einem Monat die Prüfung zur internationalen B-Kampfrichterin hervorragend bestanden hatte und nun befähigt ist, auch an den höheren ausländischen Turnieren die Kämpfe zu richten. Sie ist somit die Erste des JC Nippon St.Gallen, die diese Kampfrichterstufe erreicht hat.

Zeitgleich fand am Samstag in Weinfelden das 1000er Rankingturnier statt, an welchem Janis Engeli (-45 kg) auf den 2. Platz gelangte. Fabrice Klaus (-60 kg) erkämpfte sich Bronze. Am Sonntag folgte dann das Schülerturnier, an dem die jüngeren Judoka teilnahmen. Bei den U09 holten Nino Mäder und Daniele Laguardia die Silbermedaille. Flavio Peter und Gian Richter gelangten bei den U11 jeweils auf den 3. Platz. In der U13-Kategorie wurde Noemi Ruchti Zweitrangierte und Carlo Laguardia erhielt Bronze. Gold holte sich Anjesa Berisha bei den U15 -44 kg. (sawi)

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